Die Spezialisten für Nahverkers- und Versorgungsunternehme

Am 22.05.1903 wurde von kühnen Männern, welche seinerzeit die Geschicke einiger öffentlicher Nahverkehrsunternehmen bestimmten, der Beschluss gefasst, die "Haftpflichtgemeinschaft Deutscher Straßen- und Kleinbahnen" zu gründen. Sie hatten erkannt, dass viele Haftpflichtrisiken so schwerwiegend und existenzbedrohend sind, dass sie von einem Unternehmen allein nicht getragen werden können. Da gewerbliche Versicherer zu teuer waren, wurde der Beschluss zur Gründung der Haftpflichtgemeinschaft zügig umgesetzt. Hierzu wurde auf privatrechtlicher Basis ein "Vertrag betr. Gewähr und Bürgschaft gemeinsamer Tragung des aus schädigenden Betriebsereignissen zu leistenden Schadensersatzes an betriebsfremde Personen" geschlossen.

Heute ist die "Haftpflichtgemeinschaft Deutscher Nahverkehrs- und Versorgungsunternehmen" als nichtrechtsfähiger Verein eine Selbsthilfeeinrichtung für die Versicherung von Verkehrs- und Versorgungsunternehmen, an denen die öffentliche Hand (Gemeinden, Gemeindeverbände, Länder, Bund) mit mindestens 50 % beteiligt ist. Sie dient ihren Mitgliedern zum Ausgleich von Aufwendungen aus Haftpflicht-, Kraftfahrt- und Insassen-Unfallschäden. Die langjährige Erfahrung sorgt dafür, dass die Gemeinschaften die besonderen Risiken aus dem Betrieb und der Fahrzeughaltung kennen und optimal absichern können. Auch in der Schadenabwicklung ist diese Erfahrung von großem Wert.

Am 5. und 6. Juni 2003 konnte die HDN in Berlin ihr 100-jähriges Bestehen feiern. An der Veranstaltung nahmen neben den Mitgliedsvertretern auch Vertreter aus der Politik teil.  Für Mitglieder und interessierte Leser, die nicht die Gelegenheit hatten an der Veranstaltung teilzunehmen, besteht die Möglichkeit ein kurzes Video zur Veranstaltung anzusehen.

1995 wurde neben der HDN der Haftpflichtgemeinschaft Deutscher Nahverkehrs- und Versorgungsunternehmen Allgemein VVaG (HDNA) gegründet, welcher nach dem bewährten Umlageverfahren der HDN auch solche Verkehrs- und Versorgungsunternehmen versichert, an denen die öffentliche Hand nicht oder nicht mehrheitlich beteiligt ist. Durch die Besonderheiten des Umlageverfahrens, der effizienten Verwaltung mit äußerst niedrigen Kosten und der fehlenden Gewinnerzielungsabsicht können HDN und HDNA dauerhaft günstigere Angebote für Verkehrs- und Versorgungsunternehmen bieten.

Zu den Mitgliedern von HDN und HDNA gehören die größten deutschen Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs. Mit  einem Volumen von mehr als 40.000 Bussen und 4.000 Straßenbahnen sichern sich die insgesamt circa 900 Mitglieder der Umlagegemeinschaften HDN und HDNA VVaG ihre Risiken gegenseitig ab.